Wiesbaden – Stadt des Historismus

Sekt und Schwefel

Die Stadt des Historismus – unter diesem Titel UNESCO Weltkulturerbe zu werden, ist das primäre Streben der Wiesbadener Stadtgesellschaft. Und wirklich bietet die Stadt ein noch sehr eindrucksvolles Abbild dieser Architekturepoche. Mit moderner Architektur wird die Stadt eher nicht in Verbindung gebracht. Und doch stößt man in der Fachliteratur auf drei bemerkenswerte Bauwerke: das Haus Ryder, ein Frühwerk von Ludwig Mies van der Rohe (in Zusammenarbeit mit Gerhard Severain), das Haus Harnischmacher von Marcel Breuer und das Opelbad, noch 1934, bereits zu Zeiten des Nationalsozialismus als Ikone der Bauhaus-Architektur entstanden.

Im Jahre 1900 war Wiesbaden eine der begehrtesten Kurstädte Deutschlands. Millionäre aus dem ganzen Land verbrachten hier ihren Lebensabend. Ungeachtet der Grundstückspreise, die mitunter die der Berliner Innenstadt überstiegen, entfaltete sich eine rege Bautätigkeit, die ein geschlossenes Stadtbild im Stile des Historismus hinterließ. An einigen Stellen finden sich auch Spuren der klassizistischen Epoche, in welcher der internationale Kurbetrieb hier begann.

Wichtige Gebäude des Historismus sind Kurhaus, Staatstheater und berühmte Hotels der Jahrhundertwende. Elegante Gebäude der fünfziger Jahren entstanden an den wenigen durch Kriegszerstörung verursachten Lücken.

1948 hessische Landeshauptstadt geworden, konnten einige historische Gebäude mit Regierungseinrichtungen genutzt werden, so das große ehemalige Hotel Rose, in dem nun die Staatskanzlei residiert. Der Landtag zog ins klassizistische Schloss der Nassauer Herzöge. 2008 wurde ein neuer Plenarsaal fertiggestellt und trägt zur großen Qualitätssteigerung seiner Umgebung bei.

An weiteren zeitgenössischen Gebäuden in der Innenstadt sind das Kureck zu nennen, mit einem Wohnhochhaus und verschiedenen Büro, Wohn- und Geschäftsgebäuden, das RheinMainCongress Center, eine bemerkenswerte Fußgängerunterführung am Bahnhof, Bürogebäude und Einkaufszentren.

Insbesondere in Wiesbadens Stadtteilen gibt es eine Reihe architektonisch hochwertiger Schulen und Kindertagesstätten, teilweise im Passivhausstandard errichtet.

Eine vergnügliche Seite des Besuchs in Wiesbaden können Kostproben von Heilwasser (primär erst mal schwefelig) und Rheingauer Sekt in historistischem Ambiente sein.
Die Tour kann mit einer Standseilbahnfahrt zum sogenannten Neroberg abgeschlossen werden, wo sich vor der Russischen Kapelle ein herrlicher Ausblick auf die Stadt bietet.

Projektauswahl

  • Hessischer Landtag (Waechter + Waechter Architekten)
  • Kureck (Max Dudler Architekten)
  • RheinMainCongress Center (Ferdinand Heide Architekten)
  • Unterführung am Bahnhof (Planungsring Ressel GmbH, mit Mario Haunhorst und Silberstreif-planungsgruppe)
  • Lilienquartier Ortner & Ortner, ACREST Architecture
  • Dernsche Höfe (Zaeske & Partner)

Die Stadt des Historismus – unter diesem Titel UNESCO Weltkulturerbe zu werden, ist das primäre Streben der Wiesbadener Stadtgesellschaft. Und wirklich bietet die Stadt ein noch sehr eindrucksvolles Abbild dieser Architekturepoche. Mit moderner Architektur wird die Stadt eher nicht in Verbindung gebracht. Und doch stößt man in der Fachliteratur auf drei bemerkenswerte Bauwerke: das Haus Ryder, ein Frühwerk von Ludwig Mies van der Rohe (in Zusammenarbeit mit Gerhard Severain), das Haus Harnischmacher von Marcel Breuer und das Opelbad, noch 1934, bereits zu Zeiten des Nationalsozialismus als Ikone der Bauhaus-Architektur entstanden.

Im Jahre 1900 war Wiesbaden eine der begehrtesten Kurstädte Deutschlands. Millionäre aus dem ganzen Land verbrachten hier ihren Lebensabend. Ungeachtet der Grundstückspreise, die mitunter die der Berliner Innenstadt überstiegen, entfaltete sich eine rege Bautätigkeit, die ein geschlossenes Stadtbild im Stile des Historismus hinterließ. An einigen Stellen finden sich auch Spuren der klassizistischen Epoche, in welcher der internationale Kurbetrieb hier begann.

Wichtige Gebäude des Historismus sind Kurhaus, Staatstheater und berühmte Hotels der Jahrhundertwende. Elegante Gebäude der fünfziger Jahren entstanden an den wenigen durch Kriegszerstörung verursachten Lücken.

1948 hessische Landeshauptstadt geworden, konnten einige historische Gebäude mit Regierungseinrichtungen genutzt werden, so das große ehemalige Hotel Rose, in dem nun die Staatskanzlei residiert. Der Landtag zog ins klassizistische Schloss der Nassauer Herzöge. 2008 wurde ein neuer Plenarsaal fertiggestellt und trägt zur großen Qualitätssteigerung seiner Umgebung bei.

An weiteren zeitgenössischen Gebäuden in der Innenstadt sind das Kureck zu nennen, mit einem Wohnhochhaus und verschiedenen Büro, Wohn- und Geschäftsgebäuden, das RheinMainCongress Center, eine bemerkenswerte Fußgängerunterführung am Bahnhof, Bürogebäude und Einkaufszentren.

Insbesondere in Wiesbadens Stadtteilen gibt es eine Reihe architektonisch hochwertiger Schulen und Kindertagesstätten, teilweise im Passivhausstandard errichtet.

Eine vergnügliche Seite des Besuchs in Wiesbaden können Kostproben von Heilwasser (primär erst mal schwefelig) und Rheingauer Sekt in historistischem Ambiente sein.
Die Tour kann mit einer Standseilbahnfahrt zum sogenannten Neroberg abgeschlossen werden, wo sich vor der Russischen Kapelle ein herrlicher Ausblick auf die Stadt bietet.

Projektauswahl

  • Hessischer Landtag (Waechter + Waechter Architekten)
  • Kureck (Max Dudler Architekten)
  • RheinMainCongress Center (Ferdinand Heide Architekten)
  • Unterführung am Bahnhof (Planungsring Ressel GmbH, mit Mario Haunhorst und Silberstreif-planungsgruppe)
  • Lilienquartier Ortner & Ortner, ACREST Architecture
  • Dernsche Höfe (Zaeske & Partner)