Europaviertel, Rebstockviertel

Brave Allee, verzogenes Raster

Eine Tour für Frankfurter und Besucher, die sich für große innenstadtnahe Neubaugebiete in Frankfurt interessieren.

Der erste Frankfurter Flughafen, der Güterbahnhof, das große Rangierfeld waren Verkehrsanlagen, die für Frankfurts Verbindung mit Deutschland und der Welt von Bedeutung waren. Nun ist hier eine Breitstraße entstanden, die für Frankfurts Ebenbürtigkeit in der Welt breiter Straßen sorgen soll und hat mit dem Entwurf für das Rebstockviertel ein amerikanischer Architekt das Flugzeug nach Frankfurt genommen. 410/371

Der Name ist ‚Europaviertel‘: Eine Million Quadratmeter Stadt, davon ein Viertel Parkanlagen, sind seit 2005 in der Nähe der Frankfurter Innenstadt und Messe entstanden. Im Herbst 2013 wurde das Einkaufszentrum Skyline Plaza eröffnet. Es liegt an der Verbindungsstelle mit der bestehenden Stadt und soll die Bevölkerung mit seinem öffentlichen Dachgarten locken, auf neudeutsch ‚Skyline Plaza‘, um dort den Ausblick auf das Europaviertel zu genießen. Umgeben ist es von einer Reihe von Hochhäusern, darunter mit 173 m, der höchste Wohnturm Deutschlands.

Die Hauptachse des Gebiets mit rund 5000 Wohnungen und schlussendlich 30.000 Arbeitsplätzen ist die 2,4 km lange Europaallee. Mit großen Schlagworten begonnen – eine Straße europäischer Dimension, von europäischen Architekten gebaut, dem Finanzplatz Frankfurt gerecht werdend – wurde sie zum Hintergrund für Interviews, in denen Politiker und Planer den Missmut über das Gebiet äußern. Manche der sie säumenden Gebäude sind auch nur von einfacherem Zuschnitt. Mit Spannung werden daher der Bau des Messeingangs Süd, der neue Hauptsitz der Frankfurter Allgemeine Zeitung oder der Porsche-Tower erwartet.

Der innerstädtische Park, der Europagarten, konnte vollendet werden, nachdem in seiner Mitte der Tunnelbau für Straße und Stadtbahn abgeschlossen war. Am Rande der zukünftigen Grünfläche, fällt ein Holzbau auf. Der Aussichtsturm und das Restaurant ‚Laube, Liebe ,Hoffnung‘, wurden vom Investor errichtet, um schon früh einen Anziehungsort für alle Bewohner im Gebiet zu haben.

Über eine grüne Verbindung durch den Rebstockpark, erreicht man das Rebstockviertel. Als Planungsgrundlage hat der amerikanischen Architekt Peter Eisenmann hier ein verzogenes Raster vorgegeben. Einzigartig ist, dass es sich sowohl im Straßengrundriss als auch in der Fassadengestaltung, der von verschiedenen Architekten geplanten Wohnhäuser wiederfindet.

Projektauswahl

Europaviertel

  • Masterplan von AS & P
  • Skyline Plaza (Henning Jost + Gisela Simon -Fassade Jourdan & Müller)
  • Tower One (Meurer Architekten)
  • Grand Tower (Magnus Kaminiarz & Cie)
  • Praedium (Dietz Joppien Architekten)
  • Hauptverwaltung der FAZ (Eike Becker Architekten)
  • Westendtower (Meyer Schmitz-Morkramer)
  • Axis (Meixner Schlüter Wendt)
  • Laube, Liebe, Hoffnung (Franken Architekten)

Rebstockviertel

  • Masterplan von Peter Eisenmann
  • Schule (Professor Friedrich Planung)
  • Wohnungsbau (u.a Berghof Haller, Meyer Schmitz-Morkramer, Planquadrat, AS&P)
  • Bürogebäude (u.a. Braun Volleth)

Wohnung